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Hyaluronsäure: Eigenschaften, Wirkung und Behandlungsmöglichkeiten in Medizin und Kosmetik

Hyaluronsäure: Eigenschaften, Wirkung und Behandlungsmöglichkeiten in Medizin und Kosmetik

Hyaluronsäure ist in aller Munde. Die Substanz verspricht Gesundheit und Schönheit gleichermassen. Sie kommt daher sowohl in der Medizin als auch der Kosmetik zum Einsatz. Doch was ist Hyaluronsäure eigentlich, woraus besteht sie, welche Wirkung hat sie und worauf solltest du bei der Anwendung achten? Alle wichtigen Informationen zum Thema Hyaluronsäure bekommst du im Folgenden.

Was ist Hyaluronsäure?

Die Hyaluronsäure ist ein Polysaccharid, also ein Mehrfachzucker. Es handelt sich dabei um eine äusserst milde Säure. Im Körper wird sie in der Plasmamembran der Körperzellen hergestellt. Daher findet sich die Hyaluronsäure, gelegentlich auch als Hyaluronan bezeichnet, fast überall im Körper. Im Schnitt enthält der Körper eines Erwachsenen zwischen elf und 17 Gramm Hyaluronsäure. Etwa 50 Prozent davon, also zwischen sieben und acht Gramm, sind in der Haut und im Bindegewebe. Mit zunehmendem Alter sinkt die Konzentration jedoch, da der Körper immer weniger davon produziert. Ab dem 40. Lebensjahr sind das im Schnitt nur noch 40 Prozent der ursprünglichen Menge, im Alter von 60 Jahren sind es sogar unter zehn Prozent.

Welche Funktionen und Eigenschaften hat Hyaluronsäure in Körper und Gesicht?

Zu den wohl bekanntesten und wichtigsten Eigenschaften der Hyaluronsäure zählen ihre enorme Fähigkeit, Wasser zu speichern, sowie ihre strukturgebende Wirkung in der Haut. Etwa ein Gramm dieser Substanz kann bis zu sechs Liter Wasser binden. Dabei entsteht eine gelartige bis zähflüssige Masse. Damit bindet Hyaluronan nicht nur grosse Mengen Flüssigkeit, sondern kann sie auch lange speichern. Entsprechend eignet sie sich ideal für die folgenden Aufgaben im Körper, sie:

  • verhindert durch die Bindung von Feuchtigkeit das Austrocknen von Augen und Schleimhäuten
  • gibt dem Glaskörper des Auges seine Form
  • sorgt für Struktur und Elastizität in Knochen und Knorpeln
  • gewährleistet als Füllmittel im Bindegewebe Elastizität und Spannkraft der Haut
  • garantiert die Feuchtigkeitsversorgung durch Wasserbindung in der Haut
  • ist ein Hauptbestandteil der gelartigen Flüssigkeit zwischen den Gelenken, wirkt daher polsternd und minimiert Gelenkverschleiss

Worauf sollte ich bei der Wahl der Hyaluronsäure besonders achten?

Bei der Hyaluronsäure macht die Molekulargrösse den entscheidenden Unterschied. Grob kann man sie in hochmolekulare und niedermolekulare Hyaluronsäure unterscheiden.

  1. Als hochmolekular bezeichnet man Hyaluronsäure, die aus Molekülen von 1500 Kilodalton oder grösser besteht. Aufgrund ihrer Grösse sind diese Moleküle nicht in der Lage, in die Haut einzudringen, sondern wirken eher oberflächlich. Sie sind ausreichend, wenn du deine Hautbarriere unterstützen und einen schützenden Feuchtigkeitsfilm auf der Haut erzielen möchtest. Der Effekt ist eher kurzfristig, hat dafür aber eine entzündungshemmende Wirkung.
  2. Niedermolekulare Hyaluronsäuren haben eine Molekulargrösse, die unter 50 Kilodalton liegt. Sie können in tiefere Hautschichten eindringen und unterstützen das Bindegewebe. Sie haben einen stärkeren Anti-Aging-Effekt und eine längere Wirksamkeit.

In Kosmetikprodukten ist diese entscheidende Information jedoch nicht immer direkt ersichtlich. Du solltest daher in diesen Fällen näher hinsehen oder dich an den Hersteller wenden. Übrigens: Eine neue Form stellt die Oligo-Hyaluronsäure dar. Sie ist mit maximal drei Kilodalton extrem kurzkettig und dringt am tiefsten in das Bindegewebe ein.

Wenn du unter Lebensmittelallergien leidest, solltest du überprüfen, woraus die Hyaluronsäure gewonnen wurde. Einige Hersteller nutzen tierische Quellen wie zum Beispiel Hühnereiweiss. Fermentiertes Soja ist ebenfalls beliebt, da es kostengünstiger in der Produktion ist. Inzwischen gehen viele Hersteller jedoch zu molekularbiologischen Methoden über, da diese für alle Kunden gut verträglich sind.

Wie und wo kommt Hyaluronsäure zum Einsatz?

Der Mehrfachzucker hat aufgrund seiner positiven Eigenschaften und der Tatsache, dass er in fast jeder Körperregion zu finden ist, vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Unter anderem findet sich Hyaluronsäure in den folgenden Produkten und Anwendungsformen:

  • Augentropfen
  • Nasenspray
  • Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel (in Form von Kapseln, Tabletten oder Trinkampullen)
  • Kosmetika wie Cremes oder Seren zur Hautstraffung und Faltenbehandlung
  • Injektion in der Allgemeinmedizin: Bei Gelenkschmerzen durch Arthrose, zur Wundheilung oder bei Augenoperationen
  • Injektionen in der ästhetische Medizin: Faltenbehandlung, Nasenkorrektur, Formen der Gesichtspartien wie Wangen, Kinn, Lippen sowie zur Aufpolsterung von Gesäss und Oberweite.

Was sind typische Methoden zur Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure?

Wer frühzeitig mit der Behandlung beginnt, kann bereits durch eine äusserliche Anwendung von Hyaluronsäure in Kosmetikprodukten gute Ergebnisse erzielen. Besonders mit zunehmendem Alter, wenn die körpereigene Produktion abnimmt und die Hautbarriere schwächer wird, helfen die Präparate, Feuchtigkeit in der Haut zu binden, und sorgen so für mehr Elastizität. Die regelmässige Einnahme von Hyaluronsäure in Form von Kapseln kann ebenfalls sinnvoll sein. In diesem Fall hilft sie jedoch nicht nur gegen Falten, sondern kommt auch anderen Körperregionen zu gute. Wenn die Falten bereits sehr tief ausgeprägt sind, richten Cremes und andere Kosmetika wenig aus. Hier wäre die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure eine mögliche Alternative.

Wie funktioniert Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure?

Die Faltenunterspritzung mit Hyaluronan ist seit den 80er Jahren eine beliebte Methode in der kosmetischen Medizin. Das Hyaluronsäure-Gel wird hierzu gezielt unter die Haut in den betroffenen Arealen gespritzt. Es wirkt aufpolsternd und verringert so die Faltentiefe. Du solltest jedoch beachten, dass die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure keine dauerhafte Behandlungsmethode ist. Je nach Qualität des gewählten Gels, seiner Molekulargrösse und der behandelten Gesichtspartie kann der Effekt zwischen sechs Monaten und bis zu zwei Jahre anhalten. Danach muss die Faltenbehandlung gegebenenfalls erneuert werden. Bevor du dich in Behandlung begibst, solltest du mit einem Facharzt sprechen und dich gründlich beraten lassen. Falsch angewendet oder nicht sauber gearbeitet, kann der Schaden grösser sein als der erhoffte Erfolg.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Da Hyaluronsäure ein natürlicher Bestandteil des Körpers ist, wird sie in der Regel gut vertragen und Allergien sind eher unwahrscheinlich. Nebenwirkungen treten sehr selten auf, sind aber nicht gänzlich ausgeschlossen. Wie bereits erwähnt, sollten Personen mit Lebensmittelallergien auf Herstellungsverfahren und Zusammensetzung der verwendeten Produkte achten. Bei ihnen ist das Risiko für das Auftreten von allergischen Reaktionen höher. Das grösste Risiko für Nebenwirkungen besteht generell bei der Injektion von Hyaluronsäure unter die Haut oder auch in Gelenken. Nach der Behandlung können sich Blutergüsse, Farbveränderungen oder unerwünschter Flüssigkeitseinlagerungen und Klümpchenbildung unter der Haut bilden. In Form von Kapseln oder Cremes ist Hyaluronsäure hingegen gut verträglich. Bei der Einnahme von Hyaluronsäure in Form von Medikamenten solltest du lediglich darauf achten, eine Überdosierung zu vermeiden, um Nebenwirkungen wie Gelenkschmerzen, Hautirritationen und Juckreiz zu vermeiden. Diese Symptome sollten jedoch schnell wieder nachlassen, sobald du die Einnahme absetzt.

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