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Aktinische Keratose – Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten

Aktinische Keratose – Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten

Die Aktinische Keratose ist eine frühe Form des Plattenepithelkarzinoms der Haut. Man bezeichnet sie auch als einen Hautkrebs „Carcinoma in situ“. Zunächst befällt die Keratose die oberste Hautschicht, bevor sie die Blut- und Lymphgefässe angreift. Wird sie nicht behandelt, kann sie sich zu einem invasiven Hautkrebs entwickeln. Daher ist eine Behandlung dringend notwendig. Hier erfährst du, woher die Aktinische Keratose kommt und was du dagegen tun kannst.

Was sind Keratosen?

Bei Keratosen handelt es sich um einen Oberbegriff für krankhafte Veränderungen der Hornschicht (Stratum corneum) der Epidermis. Keratosen sind eine von vielen Hautkrankheiten, die die verdickten Hautzellen der obersten Schicht der Haut befallen können. Keratosen können angeboren sein oder durch äussere Einflüsse ausgelöst werden. Zum Beispiel spielt die UV-Strahlung bei Hautkrankheiten eine wichtige Rolle. Andere Ursachen sind chemische Einwirkungen. Der Teer führte früher bei Strassenarbeiters und Schornsteinfeger zu häufigen Fällen von Keratosen. Eine gängige Verhornung der Haut nennt man Orthokeratose. Keratosen sind ausserdem Präkanzerosen, also Hauterkrankungen, die sich mit der Zeit zu einem schweren Fall von Hautkrebs entwickeln.

Was sind die Ursachen für die Hautveränderung?

Eine Aktinische Keratose entsteht in erster Linie durch die zu starke Einwirkung von UV-Strahlung. Die Strahlung im Licht der Sonne schädigt die Hautzellen und ihre DNA. Dadurch entstehen mit der Zeit veränderte, atypische Zellen, die sich in der oberen Hautschicht vermehren. Die Hornhaut verdickt sich und entwickelt sich zu einem Spinaliom. Es bildet sich eine Aktinische Keratose heraus. „Aktinisch“ kommt von dem griechischen Wort „aktis“ und bedeutet Strahl, die „Keratose“ beschreibt die krankhafte Hautveränderung. Das Synonym „Solare Keratose“ bezieht sich auf den Einfluss der Sonne. Die langanhaltende Einwirkung des Sonnenlichts und der UV-Strahlung bewirkt nicht nur eine Erbgutveränderung der Hautzellen, sie sorgt auch dafür, dass sich die Zellen nicht mehr selbst regenerieren können. Die Keratinozyten werden dauerhaft geschädigt. Die Chance, an einer Aktinischen Keratose zu erkranken, ist bei älteren Menschen höher als bei jüngeren. Menschen mit heller Haut und blonden oder roten Haaren sind ebenfalls häufiger betroffen. Ihre Haut enthält weniger Pigmente, die die Haut vor der UV-Strahlung schützen. Bei Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, steigt die Gefahr ebenfalls.

Was sind Keratinozyten?

Keranitozyten sind die am häufigsten in der Oberhaut vorkommenden Zellen. Diese Zellen produzieren Keratin. Zunächst befinden sich frische Keranitozyten in der untersten Schicht der Oberhaut. Sich neu bildende Zellen schieben die Keratinozyten im Laufe ihrer Entwicklung immer weiter nach oben. Mit der Zeit verhornen sie und gelangen an die oberste Schicht der Haut, wo sie zu Korneozyten werden. Die Aufgaben der Keratinozyten umfassen die Immunabwehr, die Hemmung von Entzündungen sowie die Heilung von Wunden.

Wie diagnostiziert der Arzt die Aktinische Keratose?

  • Zunächst fragt der Arzt, ob in der Familiengeschichte des Betroffenen bereits Hautkrebserkrankungen vorkamen.
  • Er erkundet sich über die vorigen Erkrankungen des Patienten.
  • Dann sucht er die betroffenen Stellen der Läsion ab und fragt danach, wie oft der Patient im Alltag und Beruf der Sonne ausgesetzt ist.
  • Er tastet die Haut an Kopf, Hals, an den Unterarmen und am Handrücken ab, denn eine Aktinische Keratose lässt sich auch mit den Fingern erfühlen.
  • Bestehen noch Zweifel, dann erfolgt eine Gewebeprobe.

Was sind die Symptome der Aktinischen Keratose?

Besonders gefährlich: Es kann Jahre dauern, bis sich die Symptome der Hautschädigung herausbilden. Typische Anzeichen sind rote Flecken mit einer Schuppung darüber. Diese Flecken kommen besonders an diesen Stellen vor:

  • Gesicht
  • Ohrmuschel
  • Handrücken

Männer leiden häufig an den haarlosen Stellen der Kopfhaut unter Aktinischer Keratose. Bei Frauen können die Flecken auch im Dekolleté auftreten. Im Grunde kann beim Menschen diese Hautschädigung überall dort auftreten, wo die Haut häufig dem Licht ausgesetzt ist. Zumeist entstehen mehrere kleinere, voneinander getrennte Areale. Mit der Zeit breitet sich die Hautschädigung aus und es entstehen grossflächige rötliche Areale mit einer Schuppung. Ein weiteres, frühes Anzeichen sind deutlich hervortretende Blutgefässe. Die Farbe kann ausserdem ins Gelblich-Braune gehen und es können kleine Hauthörner entstehen.

Wie behandelt man Menschen mit Aktinischer Keratose?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Aktinische Keratose zu behandeln. Zunächst solltest du nach einem kompetenten Arzt suchen und eine Beratung vereinbaren. Die Art der Therapie richtet sich nach der Ausbreitung, der Schwere und möglichen Vorerkrankungen. Sollte die Hautkrankheit noch nicht weit fortgeschritten sein, dann bieten sich verschiedene Cremes und Gele an. Diese verschreibt dir der Dermatologe. Die betroffene Person muss diese Cremes und Salben flächig auftragen. Die Einnahme von Retinoiden fördert die Entschuppung der Haut. Der Wirkstoff Imiquimod hilft bei der Aktivierung der Abwehrreaktion der Hautstellen. Als Nebenwirkung von Imiquimod kann eine Entzündung auftreten. Die Behandlung mit Cremes und Salben kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Medikamente mit Fluorouracil sollen besonders wirksam sein. Dabei handelt es sich um ein Zellgift, das die Zellteilung hemmt. Mit der Zeit heilen die Hautschädigungen ab. Wem das nicht schnell genug geht, für den kommt eine photodynamische Therapie infrage. Eine photodynamische Therapie führt der Arzt in ein oder zwei Sitzungen durch. Dabei kommen photochemische Prozesse zum Einsatz. Der Arzt spritzt einen Photosensibilisator in die betreffende Stelle ein und bestrahlt sie mit Licht. Die Folge ist eine Zellschädigung des kranken Gewebes. Möglich ist auch eine Kürettage. Hierbei betäubt der Arzt die Stelle und schabt sie mit einem Skalpell oder mit einem scharfen Löffel ab. Diesen Löffel nennt man Kürette, daher der Name der Behandlung. Die Kürettage lässt sich durch die gezielte Erhitzung mithilfe von elektrischem Strom erleichtern. Weiterhin gibt es die Kryotherapie. Dabei vereist der Arzt das Gewebe mit flüssigem Stickstoff. Mögliche Nebenwirkungen sind Blasenbildung oder Schorf. Die geschädigten Hautzellen lassen sich weiterhin mit Säure und mit Laser behandeln.

Wie lässt sich der Hautveränderung vorbeugen?

Die beste Vorbeugung stellt ein guter Lichtschutz dar. Vor allem im Sommer und zur Mittagszeit solltest du lieber im Schatten verweilen oder zumindest einen guten UV-Schutz auftragen. Das gilt besonders für den Urlaub in den südlichen Regionen. Es empfehlen sich Sonnencremes mit einem UV-B- und UV-A-Lichtschutzfaktor von mindestens 50. Damit reibst du die Stellen ein, die der Sonne ausgesetzt sind. Das Tragen von heller Kleidung und einem Sonnenhut empfiehlt sich ebenfalls. Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollten selbst im Winter und im Hochgebirge über eine Sonnencreme nachdenken, wenn sie lange Zeit in der Sonne verbringen. Ein gesundes Immunsystem hilft ebenfalls dabei, die schädliche UV-Strahlung abzuwehren.

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