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Chemische Peelings – Anwendungsgebiete und Wirkung, Risiken und Nebenwirkungen

Chemische Peelings – Anwendungsgebiete und Wirkung, Risiken und Nebenwirkungen

Hautunebenheiten müssen nicht immer mit operativen Methoden beseitigt werden. Statt feiner Schnitte, Injektionen oder Lasertherapien kannst du auch mit einem chemischen Peeling Falten oder Aknenarben bekämpfen. Welches chemische Peeling sich für dich am besten eignet, hängt davon ab, was du dadurch erreichen willst. Hier erfährst du alles über chemische Peelings, wie du Pigmentflecken oder Falten am besten behandelst, welche Risiken und Nebenwirkungen beim tiefen Peeling bestehen und wie du die Wirkung eines Peelings unterstützen kannst.

Was ist ein chemisches Peeling und wozu ist es gut?

Ein chemisches Peeling bewirkt, dass sich deine obersten Hautschichten abschälen. Die Haut, die nach dem Schälen an die Oberfläche kommt, ist glatter. Die verschiedenen chemischen Peelings dringen unterschiedlich weit in die Haut ein. Diese wird in der Tiefe gereinigt, die Hautelastizität erhöht und grosse Poren verkleinert. Durch ein chemisches Peeling wird entsprechend die Hautverjüngung beschleunigt. Der Teint wird durch eine solche Behandlung strahlender. Eine Verbesserung des Hautbildes, weniger Falten, eine straffere Haut und feinere Poren sind ebenfalls Folgen eines solchen Eingriffs. Chemische Peelings sind für Männer und Frauen gleichermassen geeignet.

Welche verschiedene Methoden gibt es bei chemischen Peelings?

Die chemischen Peelings unterscheiden sich dadurch, wie tief sie in die obersten Hautschichten eindringen und wie tief die Haut durch sie abgeschält wird. Folgende chemische Peelings können unterschieden werden:

  • Oberflächliche chemische Peelings: Sie sind vergleichsweise sanft und entfernen nur die obere Hautschicht, die sogenannte Epidermis. Zu dieser Kategorie von chemischen Peelings gehören die Fruchtsäurepeelings. Es gibt auch Fruchtsäurepeelings, die du zu Hause selber durchführen kannst. Eine Alternative zu dieser Art von Peeling kann eine Mesotherapie sein, bei der mit Injektionen bestimmte Stoffe und Medikamente in die mittlere Hautschicht eingebracht werden.
  • Mitteltiefe chemische Peelings: Sie sind etwas intensiver als oberflächliche chemische Peelings. Das Peeling besteht etwa zu 35 Prozent aus TCA und wird mit Glykolsäure kombiniert, das auch in Fruchtsäurepeelings vorkommt.
  • Tiefe chemische Peelings: Sie bestehen aus Phenol oder Trichloressigsäure in einer höheren Konzentration. Bei diesen Peelings ist das Risiko für Nebenwirkungen höher als bei den anderen Peelings.

Wie tief tragen die verschiedenen chemischen Peelings die Hautschichten ab?

  • Oberflächliche Peelings: Die Hornschicht der Epidermis wird etwa 0,06 Millimeter tief abgetragen. Du kannst gleich nach dem Peeling wieder zur Arbeit gehen, aber dich nicht der Sonne aussetzen. Diese Peelings mildern beispielsweise entzündliche Veränderungen der Akne und sorgen bei grobporiger Haut für ein verbessertes Hautbild.
  • Mitteltiefe chemische Peeling: Die obersten Schichten der Dermis werden bis in eine Tiefe von etwa 0,45 Millimetern abgeschält. Etwa eine Woche nach der Behandlung bist du wieder „gesellschaftsfähig“. Die Anwendung eignet sich etwa, um leichte Aknenarben und die ersten Erschlaffungszeichen der Haut zu behandeln.
  • Tiefe chemische Peelings: Der Heilungsprozess kann hier bis zu drei Wochen dauern. Die Abschälung erfolgt bis in tiefe Dermisschichten von etwa 0,6 Millimeter.

Mit welchem Peeling werden Pigmentflecken behandelt?

Es kommt darauf an, in welcher Tiefe der Haut die Pigmentstörungen liegen. Oberflächliche Pigmentflecken können etwa mit einem Fruchtsäurepeeling gut behandelt werden. Dabei werden die Hautzellen, die die Pigmentstörung verursachen, abgetragen. Tiefer liegende Pigmentflecken werden mit einem Peeling teilweise gar nicht erreicht, sodass andere Behandlungen nötig sind. Dabei musst du aber darauf achten, ob es einen bestimmten Grund für die Pigmentflecken gibt. Sind sie beispielsweise die Folge einer zu intensiven Bestrahlung mit UV-Strahlen, etwa durch ein Sonnenbad oder durch das Solarium, können die Pigmentflecken wieder auftreten, wenn du deine Haut zu lange UV-Bestrahlung aussetzt. Leichte Pigmentstörungen kannst du auch selber behandeln und bei der Hautpflege eine bleichende Gesichtscreme einsetzen.

Wie können Falten am wirkungsvollsten behandelt werden?

Je nach Faltentiefe und Ausprägung der Falten können mehrere Fruchtsäurepeelings reichen, um die Farben merklich zu mindern. Dies gilt vor allem für kleine Fältchen. Es gilt: Je tiefer und ausgeprägter die Falten, desto tiefer auch das Peeling. Um tiefe Falten wirklich zu bekämpfen, bedarf es eines tiefen chemischen Peelings. Bei oberflächlichen Falten, etwa hervorgerufen durch zu viele UV-Strahlen, sind mehrere oberflächliche chemische Peelings die richtige Wahl.

Wie kann ich Heilung und Wirkung von tiefen chemischen Peelings unterstützen?

Etwa zwei Wochen vor einem tiefen chemischen Peeling führen viele Fachärzte eine Behandlung mit Botulinum-Toxin, also mit Botox, durch. Deine Gesichtsmuskeln werden so ruhig gestellt und deine Haut kann nach dem Eingriff schneller abheilen. Eine Vorbehandlung mit säurehaltigen Cremes ist ebenfalls üblich. Durch den Gewöhnungseffekt wird so die Hautreizung bei der eigentlichen Behandlung abgeschwächt. Nach der Behandlung wird das Gesicht mit einem Tapeverband über 24 Stunden geschützt. Danach wird die Wunde täglich von Fachpersonen mit fetthaltigen Cremes behandelt und versorgt. Du selbst kannst nach einem chemischen Peeling aber auch eine Menge tun, damit die Wirkung lange erhalten bleibt, beispielsweise, indem du die Haut konsequent vor der Sonne schützt und sie nicht schädlicher UV-Strahlung aussetzt. Verwende bei der Hautpflege etwa Cremes mit einem Sonnenschutzfaktor. Das ist gerade bei bestimmten Pigmentstörungen wie etwa Sommersprossen ein wichtiger Punkt, damit diese nach einem Peeling nicht erneut auftreten.

Welche Risiken und Nebenwirkungen bestehen bei tiefen chemischen Peelings mit Phenol?

Ein tiefes, chemisches Peeling mit Phenol solltest du nur von einem Spezialisten durchführen lassen, der über die nötige Erfahrung verfügt. Bei dieser Form der Behandlung gibt es einige Nebenwirkungen. Sobald Symptome auftreten, muss ein Arzt darauf reagieren können. Beispielsweise können Herzarrhythmien auftreten. Es ist auch möglich, dass sich das Phenol auf den Herzmuskel auswirkt und Herzrhythmusstörungen verursacht. Aus diesem Grund empfehlen Fachärzte, dass das Phenol möglichst langsam aufgetragen wird. Ein weiteres Risiko ist das Infektionsrisiko, das eine Narbenbildung nach sich ziehen kann. Der Grund dafür ist, dass bei diesem tiefen Peeling eine grosse, nässende Wundfläche entsteht. Wenn du ein tiefes Peeling machen lässt, ist es unbedingt nötig, dass der behandelnde Arzt eine sorgfältige und professionelle Wundversorgung vornimmt. Wenn du zu vermehrter Narbenbildung neigst, solltest du aber ganz auf ein tiefes chemische Peeling verzichten. Weil die Nebenwirkungen so umfangreich sind, raten viele Experten von tiefen chemischen Peelings ab und raten eher zu Alternativen wie zum Beispiel Laserbehandlungen. Welche Eingriffe geeignet sind, hängen von den jeweiligen zu behandelnden Hautproblemen ab.

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