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Ein chemisches Peeling bewirkt, dass sich deine obersten Hautschichten abschälen. Die Haut, die nach dem Schälen an die Oberfläche kommt, ist glatter. Die verschiedenen chemischen Peelings dringen unterschiedlich weit in die Haut ein. Diese wird in der Tiefe gereinigt, die Hautelastizität erhöht und grosse Poren verkleinert. Durch ein chemisches Peeling wird entsprechend die Hautverjüngung beschleunigt. Der Teint wird durch eine solche Behandlung strahlender. Eine Verbesserung des Hautbildes, weniger Falten, eine straffere Haut und feinere Poren sind ebenfalls Folgen eines solchen Eingriffs. Chemische Peelings sind für Männer und Frauen gleichermassen geeignet.
Die chemischen Peelings unterscheiden sich dadurch, wie tief sie in die obersten Hautschichten eindringen und wie tief die Haut durch sie abgeschält wird. Folgende chemische Peelings können unterschieden werden:
Es kommt darauf an, in welcher Tiefe der Haut die Pigmentstörungen liegen. Oberflächliche Pigmentflecken können etwa mit einem Fruchtsäurepeeling gut behandelt werden. Dabei werden die Hautzellen, die die Pigmentstörung verursachen, abgetragen. Tiefer liegende Pigmentflecken werden mit einem Peeling teilweise gar nicht erreicht, sodass andere Behandlungen nötig sind. Dabei musst du aber darauf achten, ob es einen bestimmten Grund für die Pigmentflecken gibt. Sind sie beispielsweise die Folge einer zu intensiven Bestrahlung mit UV-Strahlen, etwa durch ein Sonnenbad oder durch das Solarium, können die Pigmentflecken wieder auftreten, wenn du deine Haut zu lange UV-Bestrahlung aussetzt. Leichte Pigmentstörungen kannst du auch selber behandeln und bei der Hautpflege eine bleichende Gesichtscreme einsetzen.
Je nach Faltentiefe und Ausprägung der Falten können mehrere Fruchtsäurepeelings reichen, um die Farben merklich zu mindern. Dies gilt vor allem für kleine Fältchen. Es gilt: Je tiefer und ausgeprägter die Falten, desto tiefer auch das Peeling. Um tiefe Falten wirklich zu bekämpfen, bedarf es eines tiefen chemischen Peelings. Bei oberflächlichen Falten, etwa hervorgerufen durch zu viele UV-Strahlen, sind mehrere oberflächliche chemische Peelings die richtige Wahl.
Etwa zwei Wochen vor einem tiefen chemischen Peeling führen viele Fachärzte eine Behandlung mit Botulinum-Toxin, also mit Botox, durch. Deine Gesichtsmuskeln werden so ruhig gestellt und deine Haut kann nach dem Eingriff schneller abheilen. Eine Vorbehandlung mit säurehaltigen Cremes ist ebenfalls üblich. Durch den Gewöhnungseffekt wird so die Hautreizung bei der eigentlichen Behandlung abgeschwächt. Nach der Behandlung wird das Gesicht mit einem Tapeverband über 24 Stunden geschützt. Danach wird die Wunde täglich von Fachpersonen mit fetthaltigen Cremes behandelt und versorgt. Du selbst kannst nach einem chemischen Peeling aber auch eine Menge tun, damit die Wirkung lange erhalten bleibt, beispielsweise, indem du die Haut konsequent vor der Sonne schützt und sie nicht schädlicher UV-Strahlung aussetzt. Verwende bei der Hautpflege etwa Cremes mit einem Sonnenschutzfaktor. Das ist gerade bei bestimmten Pigmentstörungen wie etwa Sommersprossen ein wichtiger Punkt, damit diese nach einem Peeling nicht erneut auftreten.
Ein tiefes, chemisches Peeling mit Phenol solltest du nur von einem Spezialisten durchführen lassen, der über die nötige Erfahrung verfügt. Bei dieser Form der Behandlung gibt es einige Nebenwirkungen. Sobald Symptome auftreten, muss ein Arzt darauf reagieren können. Beispielsweise können Herzarrhythmien auftreten. Es ist auch möglich, dass sich das Phenol auf den Herzmuskel auswirkt und Herzrhythmusstörungen verursacht. Aus diesem Grund empfehlen Fachärzte, dass das Phenol möglichst langsam aufgetragen wird. Ein weiteres Risiko ist das Infektionsrisiko, das eine Narbenbildung nach sich ziehen kann. Der Grund dafür ist, dass bei diesem tiefen Peeling eine grosse, nässende Wundfläche entsteht. Wenn du ein tiefes Peeling machen lässt, ist es unbedingt nötig, dass der behandelnde Arzt eine sorgfältige und professionelle Wundversorgung vornimmt. Wenn du zu vermehrter Narbenbildung neigst, solltest du aber ganz auf ein tiefes chemische Peeling verzichten. Weil die Nebenwirkungen so umfangreich sind, raten viele Experten von tiefen chemischen Peelings ab und raten eher zu Alternativen wie zum Beispiel Laserbehandlungen. Welche Eingriffe geeignet sind, hängen von den jeweiligen zu behandelnden Hautproblemen ab.
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